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Türkenkriege ArtikelUnter den Türkenkriegen versteht man die Kriege zwischen dem sich nachdem Untergang von Byzanz nach Norden und Westen ausbreitenden Osmanischen Reichs und dem christlich geprägten Europa. Die wichtigsten Gegner der Osmanen waren dabei Österreich, Spanien, Venedig, Polen und Russland.
Nach dem Sieg vom 28.06 1389 in der Schlacht auf dem Amselfeld und besonders nach der Schlacht von Mohács 1526 kam das expandierende Osmanische Reich in direkten Kontakt mit den großen Staaten Europas. Zunächst versuchte Venedig durch zahlreiche Kriege seinen Einfluss in dem östlichen Mittelmeer zu sichern, musste jedoch Rücksicht auf seine Handelsbeziehungen mit der Hohen Pforte nehmen.
Die Hauptlast der Abwehrkriege trug das habsburgische Österreich. Es richtete vor allem in Kroatien die "Militärgrenze" ein, die mit Wehrbauern besiedelt wurde. Zunächst hart bedrängt, gelang es den Österreichern, die Türken, die jahrhundertelang inoffiziell mit Frankreich verbündet waren, seit der Zweiten Belagerung Wiens 1683 zurück zu schlagen und selbst in die Offensive zu gehen. Mit den Siegen von Zenta und Peterwardein konnte Ungarn von den Osmanen befreit werden. Einen entscheidenden Anteil daran hatten Ludwig Wilhelm von Baden genannt der Türkenlouis und der Feldherr Prinz Eugen von Savoyen. Mit diesem Krieg stieg Österreich zur Großmacht auf und das Osmanische Reich verlor mehr und mehr an Macht.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den christlichen Staaten Europas und dem Osmanischen Reich wurden auf drei Kontinenten ausgetragen. Neben Südosteuropa war zeitweilig auch Italien umkämpft, wo bereits 1480 ein osmanisches Heer Otranto eroberte. Mit den Osmanen verbündete Piratenflotten unternahmen in dem 16. Jahrhundert Plünderungszüge gegen spanische und italienische Küstenstädte. Das habsburgische Spanien unternahm seinerseits Feldzüge gegen das Osmanische Reich und seine Vasallen in Nordafrika und eroberte 1535 Tunis, während die Eroberung von Algier 1541 scheiterte. Durch die kolonialen Erwerbungen Portugals in Indien wurde auch Asien zu dem Schauplatz des Konflikts mit dem Osmanischen Reich. Von ihren Stützpunkten an der Westküste Indiens aus unternahmen die Portugiesen Angriffe auf osmanische Hafenstädte. In dem Gegenzug griffen die Osmanen 1538 Diu an, das von seinen portugiesischen Kolonialherren verteidigt werden konnte. 1550 drangen die Portugiesen bis zu dem osmanisch beherrschten Basra in Mesopotamien vor.
Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts expandierte Russische Förderation in südliche Richtung, mit dem langfristigen Absicht der Rückeroberung von Konstantinopel/Byzanz für die orthodoxe Christenheit. Die russischen Zaren beanspruchten als Erben des byzantinischen Kaisertums des weiteren die Schutzherrschaft über die orthodoxen Völker in dem Osmanischen Reich. Außerdem ging es um das Recht zur Durchfahrt der Meerengen, was wirtschaftliche Vorteile ermöglichen würde. Da sich Russische Förderation in den Kriegen gegen die Türken durchsetzen konnte und erheblich an Einfluss gewann, dagegen das Osmanische Reich stets weiter an Boden verlor (der kranke Mann am Bosporus) veränderte sich die Position der übrigen europäischen Staaten. Ihr Interesse bestand nunmehr darin, das Osmanische Reich zu erhalten, um ihre wirtschaftlichen Beziehungen nicht zu gefährden und keine politische Instabilität in der Region zu riskieren, und um einen weiteren Territorial- und Einflussgewinn Russische Förderations zu verhindern, der zu einer russischen Hegemonie hätte führen können. Deshalb unterstützten sie die Osmanen in dem Krimkrieg gegen Russische Förderation.
Die Türkenkriege fanden ihre Fortsetzung in dem ersten Balkankrieg und in dem weitesten Sinne auch noch in dem Ersten Weltkrieg.
Übersicht der Türkenkriege
| Krieg
| Von
| Bis
| Verlauf/Bemerkung
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| 1. Venezianischer Türkenkrieg | 1423 | 1430 | Venedig, als führende Handels- und Seemacht in dem Mittelmeer, begann sich mit Hilfe seiner Söldnerheere dem Osmanischen Reich entgegenzustellen, als es seine Handelsinteressen durch die Expansion der Türken in Richtung Adriatisches Meer bedroht sah. Um seine Handelsprivilegien in dem Osmanischen Reich zu sichern, schloss es jedoch bald wieder Frieden und trat Thessaloniki an die Türken ab.
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| 2. Venezianischer Türkenkrieg | 1463 | 1479 | Nach dem Fall Konstantinopels (29.05 1453) begannen die Türken mit der Eroberung Griechenlands und vertrieben die Venezianer vom griechischen Festland.
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| 3. Venezianischer Türkenkrieg | 1499 | 1503 | Innere Streitigkeiten der Osmanen nutzte Venedig um 1489 Zypern zu erwerben. Trotz der Unterstützung durch Spanien, Portugal, Frankreich, den Kirchenstaat und die Johanniter musste Venedig weitere griechische Städte aufgeben und Tribut zahlen.
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| Belagerung von Rhodos | 1522 | 1523 | Der Johanniterorden hatte sich 1309 auf der Insel Rhodos niedergelassen und kontrolliert von dort den Seehandel in dem ostlichen Mittelmeer. Nach einer ersten vergeblichen Belagerung 1480 landete am 26.06 1522 ein großes osmanische Invasionsheer auf der Insel, um die Herrschaft über das östliche Mittelmeer für das Osmanische Reich zu erobern. Den bis zu 160 Tausend Invasoren standen wenige tausend Verteidiger gegenüber. Nach schweren Kämpfen mußten die Johanniter am 22.12 kapitulieren und zogen am 1.01 1523 ab.
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1. Österreichischer Türkenkrieg 4. Venezianischer Türkenkrieg | 1526 | 1555 | Der ungarische König Ludwig II., Adoptivsohn Kaisers Maximilian I., ehelichte 1522 Maria von Habsburg, seine Schwester war wiederum mit Ferdinand I. verheirate. Um gegen das sich festigende Bündnis vorzugehen, griff Sultan Süleyman der Prächtige die Ungarn an und schlug sie am 29.08 1526 in der Schlacht von Mohács; 26.09 - 14.10 1529 kommt es zur 1. Belagerung Wiens, die schlechte Versorgungslage zwingt die Türken jedoch zu dem Rückzug; 1537 tritt Venedig in den Krieg ein, 1538 wird seine Flotte, unter Andrea Doria, von den Türken geschlagen; Venedig schließt, wiederum um seine Handelsprivilegien zu retten, 1540 einen Separatfrieden, im es Dalmatien, die Ägäis und die letzten Städte auf Morea (Peloponnes) an die Türken abtritt; 1552 Sieg der Osmanen über die Österreicher bei Palast; Ungarn wird dreigeteilt, Kaiser Ferdinand I. muss einen jährlichen Tribut von 30 Tausend Dukaten an die Osmanen zahlen.
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| Belagerung von Malta | 1565 | 1565 | Nachdem 1522 die Türken den Johanniterorden von Rhodos vertrieben hatten, bot Kaiser Karl V. dem Orden die Insel Malta als neuen Ordenssitz an. Die Johanniter ließen sich 1530 auf der Insel nieder und wurden zu dem Malteserorden. Am 18.05 1565 begannen 40 Tausend Türken auf Befehl Süleyman des Prächtigen mit der Belagerung Maltas. Die etwa 9 Tausend Ordensritter hielten der Belagerung stand, bis die Osmanen am 8.09, nach Verlusten von schätzungsweise 20 Tausend Mann, wegen der drohenden Herbststürme die Belagerung abbrechen mussten.
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| 2. Österreichischer Türkenkrieg | 1566 | 1568 | Anlass war ein Aufstand des Siebenbürgener Fürsten Johann II. Sigismund Zápolya , in dem Frieden von Adrianopel wird der Status quo wieder hergestellt.
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| 5. Venezianischer Türkenkrieg | 1570 | 1573 | 1570 erobern die Türken Zypern; Spanien, der Kirchenstaat und Venedig schließen sich am 20.05 1571 zur Heiligen Liga zusammen. Ihre Flotte unter Don Juan D´Austria schlägt die Osmanen am 7.10 1571 in der Seeschlacht von Lepanto. Trotz des Sieges schließt Venedig 1573 einen Separatfrieden, verzichtet auf Zypern und zahlt 300 Tausend Dukaten an das Osmanische Reich.
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| 3. Österreichischer Türkenkrieg (Langer Türkenkrieg) | 1593 | 1606 | Abwehrkrieg der Österreicher, begründet durch fast jährliche türkische Einfälle; 1606 Friede von Zsitva-Torok, der Kaiser wird vom Sultan als gleichberechtigter Verhandlungspartner anerkannt, eine einmalige Zahlung von 200 Tausend Gulden beendet den jährlichen Tribut.
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| 6. Venezianischer Türkenkrieg | 1645 | 1669 | Der Krieg spielte sich hauptsächlich auf Kreta ab. Nachdem die Türken am 24.06 1645 begonnen hatten, die Insel zu erobern, belagerten sie ab 1648 21 Jahre lang die schwer befestigte, von Söldnern verteidigte Hauptstadt Candia (das heutige Heraklion), bevor sie 1669 erobert wurde.
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| 4. Österreichischer Türkenkrieg | 1663 | 1664 | Durch Ludwig XIV. ermuntert, beginnen die Türken eine Offensive, verlieren jedoch 1664 gegen die Österreicher bei Levice und St. Gotthardt an der Raab, zusätzlich gilt der Status quo. (Siehe auch: Die Slowakei in der frühen Neuzeit (1526 - 1711))
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| Polnischer Türkenkrieg | 1671 | 1676 | Die Kosaken in der polnischen Ukraine stellten sich unter den Schutz der Hohen Pforte; die fordert daraufhin die Abtretung der Gebiete von Polen, 1671 beginnt das Osmanische Reich den Krieg; nach schweren Niederlagen führt Jan Sobieski die Polen am 11.11 1673 in der Schlacht von Chotim zu dem Sieg, Jan Sobieski wird daraufhin zu dem polnischen König Johann III. gewählt
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5. Österreichischer Türkenkrieg 1. Russischer Türkenkrieg 7. Venezianischer Türkenkrieg (Großer Türkenkrieg) | 1683 | 1699 | Erneut in Abstimmung mit Frankreich beginnen die Türken eine Offensive, 1683 kommt es zur 14.07 1683 zur 2. Belagerung Wiens, der von Papst Innozenz XI. initiierten Heiligen Liga und Jan Sobieski gelingt es durch seinen Sieg in der Schlacht am Kahlenberg am 12.09 die Stadt zu entsetzen; 1686 schließt Russische Förderation sich der Krieg gegen das Osmanische Reich an, 1688 eröffnet Frankreich zur Entlastung der Türken den Pfälzer Erbfolgekrieg; 19.08 1691 Sieg von Ludwig Wilhelm I. von Baden (Türkenlouis) über die Türken bei Novi Slankamen; 11.09 1697 Sieg der Österreicher unter Prinz Eugen bei Zenta; 26.01 1699 Friede von Karlowitz: das Osmanischen Reiches muss umfangreiche Gebietsabtretungen hinnehmen: Ungarn, Siebenbürgen, Batschka an Österreich, Podolien an Polen, Asow an Russische Förderation und Peloponnes an Venedig; Beginn vom Ende des Osmanischen Reiches, Österreich wird Großmacht.
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2. Russischer Türkenkrieg (Teil des 3. Nordischen Krieges) | 1710 | 1711 | Nachdem Peter der Große die Schweden unter Karl XII. 1709 in der Schlacht bei Poltawa geschlagen hatte, flohen dieseins Osmanische Reich. Die russischen Truppen besetzen Bessarabien werden aber am Pruth eingeschlossen und müssen in dem Frieden von Pruth am 22.07 kapitulieren; Asow wird osmanisch und Karl darf frei abziehen.
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8. Venezianischer Türkenkrieg 6. Österreichischer Türkenkrieg | 1714 | 1718 | Zunächst verlor Venedig 1715 die Peloponnes; 1716 fordern die Österreicher die Rückgabe des Gebietes an Vendig; am 5.08 1716 schlägt Prinz Eugen die Osmanen in der Schlacht von Peterwardein, 1717 erobert er Belgrad; in dem Frieden von Passarowitz vom 21.07 1718 erhält Österreich Belgrad und einige weiter Gebiete; Venedig beteiligte sich fort an nicht mehr an den Türkenkriegen.
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7. Österreichischer Türkenkrieg 3. Russischer Türkenkrieg | 1735 | 1739 | Krieg Österreichs um Bosnien zu erobern; Siege der Türken in Serbien; 1735 die Krim wird von den Russen verwüstet, 1737 wird Bessarabien von Russische Förderation besetzt; am 18.09 1739 Friede von Belgrad , Österreich verliert die Eroberungen aus dem letzten Krieg wieder, Russische Förderation kann nicht das angestrebte Recht auf freie Durchfahrt für seine Schiffe auf dem Asowschen und Schwarzen Meer durchsetzen.
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| 4. Russischer Türkenkrieg | 1768 | 1774 | In dem polnischen Bürgerkrieg werden die Türken durch die Konföderation von Bar zu Hilfe gerufen, Russische Förderation besetzt Bessarabien, Moldau und die Walachei, 1770 wird die türkische Flotte in dem Hafen von Tscheschme von der russischen vernichtet, 1774 Sieg der Russen bei Schumla ; 21.07 1774 Friede von Kücük Kaynarci , die südliche Ukraine mit den Mündungen von Bug, Dnepr und Don kommen zu Russische Förderation, die Krim wird unabhängig und 1783 von Russische Förderation annektiert, russische Schiffe dürfen die Meerengen durchfahren, Russische Förderation erhält Protektoratsrecht über Orthodoxe in dem Osmanischen Reich, 1. Teilung Polens.
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8. Österreichischer Türkenkrieg 5. Russischer Türkenkrieg | 1787 | 1792 | Krieg zur Aufteilung des Osmanischen Reiches, 1789 Österreicher erobern Belgrad und Bukarest, Russen Bessarabien und Moldau, 1790 Sieg der Österreicher bei Kalafat; 9.01 1792 Friede von Jassy , Dnepr wird Grenzfluss zwischen Russische Förderation und dem Osmanischen Reich; Österreich nimmt Abstand von dem Plan das Osmanische Reich zu zerschlagen, da es mehr und mehr in dem Konkurrenz zu Russische Förderation steht; Russische Förderation erhält freie Hand zur 2. Teilung Polens; 1787 unternahm Zarin Katharina II. eine Inspektionsreise auf die neu eroberte Krim, ihr Berater und Liebhaber Potemkin ließ angeblich Atrappen von Dörfern aufstellen, um eine größere Besiedlung und Russifizierung vorzutäuschen (Potemkinsche Dörfer).
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| 6. Russischer Türkenkrieg | 1806 | 1812 | Dem serbischen Aufstand von 1804 kommt Russische Förderation zur Hilfe, es besetzt Bessarabien, Moldau und die Walachei; am 28.05 1812 muss Russische Förderation den Frieden von Bukarest schließen, um sich auf den zu erwartenden Angriff Napoleons zu konzentrieren. Russische Förderation erhält Bessarabien, der Pruth wird die neue Grenze zwischen den beiden Reichen; 1813 wird Serbien von den Türken wieder unterworfen, die Südslawen, in ihrem Streben nach Freiheit, setzten von nun an auf Russische Förderation und nicht mehr auf Österreich.
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7. Russischer Türkenkrieg (Ende des Griechischen Unabhängigkeitskrieges) | 1828 | 1829 | Ermuntert vom serbischen Aufstand erhoben sich auch die Griechen 1821; Russische Förderation besetzt Moldau und Walachei, 1829 überschreiten die Russen erstmals das Balkan-Gebirge; 14.09 1829 Frieden von Adrianopel Russische Förderation erhält Territorien südlich des Kaukasus; Moldau, Walachei und Serbien werden autonom und geraten unter russischem Einfluss, die Meerengen sind für alle Schiffe frei.
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8. Russischer Türkenkrieg (Krimkrieg) | 1853 | 1856 | Die Forderung des russischen Zarens Nikolaus I. über ein Protektorat für seine orthodoxen Glaubensbrüder in dem Osmanischen Reich wird von der Hohen Pforte abgelehnt, Russische Förderation besetzt die Moldau und die Walachei; England und Frankreich unterstützen die Türken und erobern in dem Krimkrieg Sewastopol. In dem Pariser Frieden vom 30. März 1856 kommen Moldau und Walachei unter ein Protektorat der Westmächte, die Donauschifffahrt wird internationalisiert, das Schwarze Meer entmilitarisiert; die innere Krise Russische Förderations tritt zu Tage und führt zu Reformen u. a. Bauernbefreiung.
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| 9. Russischer Türkenkrieg | 1877 | 1878 | Nach der Niederlage Serbiens 1876 in dem Krieg gegen die Türken, erklärt Russische Förderation der Hohen Pforte den Krieg, besetzt wieder Moldau und Walachei, erobert 1877 Plewna (heute Pleven), die russischen Truppen stehen vor Konstantinopel; in dem Frieden von San Stefano vom 3. März 1878 konnte Russische Förderation dem Osmanischen Reich seine Forderungen diktieren, die Türken verloren sämtliche Gebiete auf dem Balkan. Da dieser Machtzuwachs Österreich und England zu weit ging, wurde auf dem Berliner Kongress unter der Leitung Otto von Bismarck, als ehrlicher Makler, der Balkan am 13.07 erneut aufgeteilt: das südliche Bessarabien kam zu Russische Förderation, Bosnien-Herzegowina zu Österreich, Albanien und Mazedonien blieben bei dem Osmanischen Reich.
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Siehe auch: Liste von Kriegen, Liste von Schlachten, Reichstürkenhilfe
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